Ex-ÖSV-Trainer Kahr klagt „Süddeutsche Zeitung“

Der Anwalt des mit Missbrauchsvorwürfen konfrontierten früheren ÖSV-Trainers Karl Kahr hat Klage gegen die „Süddeutsche Zeitung“ („SZ“) eingebracht. Es geht dabei um die Verletzung der Unschuldsvermutung, des Identitätsschutzes und der Privatsphäre.

Die „SZ“ hatte vergangene Woche eine ehemalige Skirennläuferin zitiert, die berichtet hatte, im Winter 1968/69 in ihrer Zeit beim ÖSV vom damaligen Damen-Cheftrainer Kahr vergewaltigt worden zu sein. Eine weitere Rennläuferin gab an, sie habe im Winter 1976 einer Vergewaltigung durch Kahr gerade noch entkommen können. In beiden Fällen berief sich die Zeitung auf eidesstattliche Erklärungen (derstandard.at).

Kahr fühlte sich deswegen in seiner Privatsphäre und seinem höchstpersönlichen Lebensbereichs verletzt. Er argumentierte, dass er längst „keine Person des öffentlichen Interesses“ mehr ist, weil er seit 1985 nicht mehr als Trainer im Rennsport aktiv ist.

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